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Klartext zum Klartext: Bürger kommentieren die Aussagen von Peer Steinbrück

Seit dem Relaunch der BMF-Website (02/2007) spricht der Hausherr „Klartext“ zu den aktuellen Themen des Ministeriums in der gleichnamigen Rubrik. Ab sofort haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ebenfalls „Klartext“ zu sprechen; in Form von Online-Leserbriefen und als Antwort auf Steinbrücks Gedanken.

Der aktuellste Klartext - und der erste mit Leserbrieffunktion - hat das Thema: “Die haben den Knall nicht gehört! - Peer Steinbrück kritisiert hohe Managergehälter in Krisenzeiten” Die bisherigen Reaktionen sind gemischt: von einem zustimmenden ”Der Knall muss lange hallen“, über kämpferisches “Den Bankern auf die Hände hauen” oder “Sie müssen härter durchgreifen” bis zur provokanten Frage “Wo ist das Problem?“.

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Nicht meckern sondern melden: Digitales Beschwerdemanagement

“Digitales Beschwerdemanagement” gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Auf das Thema aufmerksam geworden bin ich bereits vor einiger Zeit durch das sehr nette UNORTKATASTER KÖLN www.unortkataster.de. Über eine Google Maps Karte können Bürgerinnen und Bürger dort Mängel oder andere Probleme in ihrer Stadt melden: von der kaputten Straßenlampe, über Schlaglöcher bis zu fehlenden Rollstuhlrampen. Die Idee ist so simpel wie sympathisch: die Stadtverwaltung kann die Augen nicht überall haben, Bürger helfen - mit offenen Augen - einfach mit und stellen ihr “wertvolles lokales Wissen” zur Verfügung. Gemeldete Mängel können von anderen Kölnern bewertet werden, indem sie die Frage beantworten “Ist dieser Ort ein Unort?”

Nachgezogen hat auch das Land Brandenburg durch den “Bürgerservice Maerker” http://maerker.brandenburg.de. Brandenburgerinnen und Brandenburger sollen ihrer Kommune bei der Aufgabenerfüllung helfen” (inkl. Handyfotoupload).

Nett hierbei: ein Ampel-System zeigt an, welche Meldungen angenommen wurden (rot), bzw. in Bearbeitung (gelb) oder bereits erledigt sind (grün). Die teilnehmenden Kommunen geben das Serviceversprechen ab, innerhalb von drei Tagen auf die Problemmeldung zu reagieren. Alle Achtung!

In Schweden soll eine ähnliche Anwendung sogar soweit gehen, dass bei bestimmten Mängelmeldungen (defekte Straßenlampe) direkt und ungeprüft ein Reparaturauftrags-Ticket bei der entsprechenden Stelle oder Firma ausgelöst wird.

Eine ähnliche Idee - aber auf internationaler Ebene - verfolgt “Eye On Earth - Water Watchhttp://eoe.eea.europa.eu. Auch hier geht es darum, “wertvolles lokales Wissen” zu nutzen: Badenixen können die Wasserqualität von Seen bewerten (europaweit). Die Nutzer-Wertungen werden dann mit den Daten der Europäischen Umweltagentur http://www.eea.europa.eu/de abgeglichen. Auf diese Weise werden wissenschaftliche Informationen mit Rückmeldungen und Beobachtungen von Millionen von Menschen zusammengeführt.

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Wer mit wem? Absender und Adressaten im E-Government

Die Bandbreite von E-Government-Diensten ist überwältigend: da gibt es den einfachen Sperrmüll-Erinnerungsdienst per SMS, den digitalen Bauantrag mit Track & Trace, die elektronische  Beschaffung des Bundes, bis hin zur Online-Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an politischen Fragen.

Um die vielen Dienste sinnvoll kategorisieren zu können, hat der Arbeitskreis E-Government im BVDW eine hilfreiche Sender/Empfänger-Matrix entwickelt:

Sender: Als staatliche Absender werden dabei unterteilt:

- Europäische Union
- Bund
- Länder
- Kommunen

Empfänger: Die Adressaten von E-Government-Diensten lassen sich unterteilen in:

- Bürgerinnen und Bürger (Government to Citizen, G2C)
- Unternehmen
(Government to Business, G2B)
- Staatliche Einrichtungen selbst
(Government to Government, G2G)

Auch in diesem Blog werden künftig die beschriebenen Dienste nach diesem Kategorien getagt: G2C, G2B, G2G. Dabei wird das “to” bzw. “2″ aber nicht als Einbahnstraße verstanden. Es werden auch Angebote beleuchtet, bei denen Bürger oder Unternehmen etwas an den Staat senden.