“Digitales Beschwerdemanagement” gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Auf das Thema aufmerksam geworden bin ich bereits vor einiger Zeit durch das sehr nette UNORTKATASTER KÖLN www.unortkataster.de. Über eine Google Maps Karte können Bürgerinnen und Bürger dort Mängel oder andere Probleme in ihrer Stadt melden: von der kaputten Straßenlampe, über Schlaglöcher bis zu fehlenden Rollstuhlrampen. Die Idee ist so simpel wie sympathisch: die Stadtverwaltung kann die Augen nicht überall haben, Bürger helfen - mit offenen Augen - einfach mit und stellen ihr “wertvolles lokales Wissen” zur Verfügung. Gemeldete Mängel können von anderen Kölnern bewertet werden, indem sie die Frage beantworten “Ist dieser Ort ein Unort?”
Nachgezogen hat auch das Land Brandenburg durch den “Bürgerservice Maerker” http://maerker.brandenburg.de. Brandenburgerinnen und Brandenburger sollen ihrer Kommune bei der Aufgabenerfüllung helfen” (inkl. Handyfotoupload).
Nett hierbei: ein Ampel-System zeigt an, welche Meldungen angenommen wurden (rot), bzw. in Bearbeitung (gelb) oder bereits erledigt sind (grün). Die teilnehmenden Kommunen geben das Serviceversprechen ab, innerhalb von drei Tagen auf die Problemmeldung zu reagieren. Alle Achtung!
In Schweden soll eine ähnliche Anwendung sogar soweit gehen, dass bei bestimmten Mängelmeldungen (defekte Straßenlampe) direkt und ungeprüft ein Reparaturauftrags-Ticket bei der entsprechenden Stelle oder Firma ausgelöst wird.
Eine ähnliche Idee - aber auf internationaler Ebene - verfolgt “Eye On Earth - Water Watch” http://eoe.eea.europa.eu. Auch hier geht es darum, “wertvolles lokales Wissen” zu nutzen: Badenixen können die Wasserqualität von Seen bewerten (europaweit). Die Nutzer-Wertungen werden dann mit den Daten der Europäischen Umweltagentur http://www.eea.europa.eu/de abgeglichen. Auf diese Weise werden wissenschaftliche Informationen mit Rückmeldungen und Beobachtungen von Millionen von Menschen zusammengeführt.