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E-Government
Von Stolpersteinen und Leitplanken

Für die Ausgabe Juli/August 2010 von „Public Marketing“ hat Stefan Schopp (Director Public Services bei Pixelpark Köln) den vierseitigen Gastbeitrag „Stolpersteine auf dem Weg zur bürgernahen Regierungskommunikation“ geschrieben und dabei Herausforderungen bürgernaher Regierungskommunikation skizziert. Doch nicht nur Stolpersteine hat er identifiziert, sondern auch Leitplanken für den Umgang mit möglichen Problemen und Dilemmas aufgezeigt.

Das PDF des Artikels (Quelle: Public Marketing) haben wir hier für Sie hinterlegt und ein Exemplar dieser Ausgabe von „Public Marketing“ können Sie hier bestellen.


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Kinder an die Macht

Bundesfamilienministerium baut das virtuelle Kinder-Ministerium aus

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) präsentiert seit Anfang Juni 2010 das virtuelle Kinder-Ministerium (www.kinder-ministerium.de) in überarbeitetem Design mit neuen Funktionen und Inhalten, die Kinder und auch Eltern begeistern sollen. Im Auftrag der Kommunikationsagentur neues handeln, die Konzept und redaktionelle Inhalte entwickelte, ist Pixelpark Agentur Köln verantwortlich für Design und Umsetzung.

Mit kurzen Erzählstücken, farbenreichen Bildern und animierten Spielen vermittelt die Website kindgerecht gesellschaftspolitische Inhalte und lässt auch die Kinder selbst zu Ruhm und Ehre kommen. Dafür wurden nun zahlreiche neue Details und Funktionen integriert. So erklären zum Beispiel Mädchen und Jungen im „Medienzimmer“ - in der TV-Show Blablaklar - verschiedene Begriffe aus Gesellschaft und Politik. In der „Abteilung für Kinder“ können sie ihrer Fantasie im Gästebuch bei Fragen wie „Wenn ich Ministerin wäre, dann…“ freien Lauf lassen. Ganz neu sind auch die wechselnden Umfragen zu aktuellen Themen, bei denen die Meinung der Kinder gefragt ist.

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Frisch renoviert

Die Familienministerin, Kristina Schröder, hat nun auch im “Kinder-Ministerium” ihr neues Büro bezogen www.kinder-ministerium.de

Ansonsten wird dort weiterhin allerlei erklärt - bspw. “Wie wird man Ministerin?“, “Was macht das Ministerium?” - und spielerisch Politik vermittelt.

Kinderrechte werden leicht verständlich in einer Bildergeschichte vermittelt, Eltern erhalten Hintergrundinformtionen zum Aktionsplan der Vereinten Nationen „Eine Welt – Fit für Kinder”, der folgende Forderungen aufstellt:

  1. Alle Kinder und Jugendliche sollen gesund aufwachsen
  2. Alle Kinder sollen lernen können
  3. Alle Kinder und Jugendliche sollen vor Missbrauch, Ausbeutung und Gewalt geschützt werden
  4. Alle Kinder und Jugendliche sollen vor HIV / AIDS beschützt werden
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Klartext zum Klartext: Bürger kommentieren die Aussagen von Peer Steinbrück

Seit dem Relaunch der BMF-Website (02/2007) spricht der Hausherr „Klartext“ zu den aktuellen Themen des Ministeriums in der gleichnamigen Rubrik. Ab sofort haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ebenfalls „Klartext“ zu sprechen; in Form von Online-Leserbriefen und als Antwort auf Steinbrücks Gedanken.

Der aktuellste Klartext - und der erste mit Leserbrieffunktion - hat das Thema: “Die haben den Knall nicht gehört! - Peer Steinbrück kritisiert hohe Managergehälter in Krisenzeiten” Die bisherigen Reaktionen sind gemischt: von einem zustimmenden ”Der Knall muss lange hallen“, über kämpferisches “Den Bankern auf die Hände hauen” oder “Sie müssen härter durchgreifen” bis zur provokanten Frage “Wo ist das Problem?“.

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Erststimme, Zweitstimme: Wie wird eigentlich der Bundestag gewählt?

Das sind so die kleinen feinen Dinge, die nebenbei laufen, aber einfach viel Spaß machen (und von denen man auch stolz der Mama erzählt): Gemeinsam mit der Agentur neues handeln betreuen wir die Website www.kinder-ministerium.de des BMFSFJ. Gerade haben wir ein kleines Kinder-Special zur Bundestagswahl live gestellt: „Wie wird der Bundestag gewählt?“:  In vier Schritten einfach und bunt erklärt. Da freute sich auch der Designer, so richtig tief in den Farbkasten greifen zu können.

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Hut ab, Vögelchen! EU-Fischereipolitik, synthetische Biologie und Twitter!

Twitter hat es tatsächlich geschafft, als „Aktueller Begriff“ vom wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestags aufgegriffen zu werden. Das im März erschienene Papier erläutert (v.a. für Abgeordnete) was Twitter ist und welch praktischen Nutzen man daraus ziehen kann. Ich will aber gar nicht darüber lästern: Das Papier ist absolut lesenswert; v.a. für Laien - und das ist die Zielgruppe. Und wenn man sich mal vor Augen führt, welche Begriffe üblicherweise als „Aktueller Begriff“ behandelt werden (z.B. „Synthetische Biologie“, „Strategische Partnerschaften der Europäischen Union“, „Reform der EU-Fischereipolitik“), muss man schon sagen: „Hut ab, Vögelchen!“

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Nicht meckern sondern melden: Digitales Beschwerdemanagement

“Digitales Beschwerdemanagement” gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Auf das Thema aufmerksam geworden bin ich bereits vor einiger Zeit durch das sehr nette UNORTKATASTER KÖLN www.unortkataster.de. Über eine Google Maps Karte können Bürgerinnen und Bürger dort Mängel oder andere Probleme in ihrer Stadt melden: von der kaputten Straßenlampe, über Schlaglöcher bis zu fehlenden Rollstuhlrampen. Die Idee ist so simpel wie sympathisch: die Stadtverwaltung kann die Augen nicht überall haben, Bürger helfen - mit offenen Augen - einfach mit und stellen ihr “wertvolles lokales Wissen” zur Verfügung. Gemeldete Mängel können von anderen Kölnern bewertet werden, indem sie die Frage beantworten “Ist dieser Ort ein Unort?”

Nachgezogen hat auch das Land Brandenburg durch den “Bürgerservice Maerker” http://maerker.brandenburg.de. Brandenburgerinnen und Brandenburger sollen ihrer Kommune bei der Aufgabenerfüllung helfen” (inkl. Handyfotoupload).

Nett hierbei: ein Ampel-System zeigt an, welche Meldungen angenommen wurden (rot), bzw. in Bearbeitung (gelb) oder bereits erledigt sind (grün). Die teilnehmenden Kommunen geben das Serviceversprechen ab, innerhalb von drei Tagen auf die Problemmeldung zu reagieren. Alle Achtung!

In Schweden soll eine ähnliche Anwendung sogar soweit gehen, dass bei bestimmten Mängelmeldungen (defekte Straßenlampe) direkt und ungeprüft ein Reparaturauftrags-Ticket bei der entsprechenden Stelle oder Firma ausgelöst wird.

Eine ähnliche Idee - aber auf internationaler Ebene - verfolgt “Eye On Earth - Water Watchhttp://eoe.eea.europa.eu. Auch hier geht es darum, “wertvolles lokales Wissen” zu nutzen: Badenixen können die Wasserqualität von Seen bewerten (europaweit). Die Nutzer-Wertungen werden dann mit den Daten der Europäischen Umweltagentur http://www.eea.europa.eu/de abgeglichen. Auf diese Weise werden wissenschaftliche Informationen mit Rückmeldungen und Beobachtungen von Millionen von Menschen zusammengeführt.

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Wer mit wem? Absender und Adressaten im E-Government

Die Bandbreite von E-Government-Diensten ist überwältigend: da gibt es den einfachen Sperrmüll-Erinnerungsdienst per SMS, den digitalen Bauantrag mit Track & Trace, die elektronische  Beschaffung des Bundes, bis hin zur Online-Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an politischen Fragen.

Um die vielen Dienste sinnvoll kategorisieren zu können, hat der Arbeitskreis E-Government im BVDW eine hilfreiche Sender/Empfänger-Matrix entwickelt:

Sender: Als staatliche Absender werden dabei unterteilt:

- Europäische Union
- Bund
- Länder
- Kommunen

Empfänger: Die Adressaten von E-Government-Diensten lassen sich unterteilen in:

- Bürgerinnen und Bürger (Government to Citizen, G2C)
- Unternehmen
(Government to Business, G2B)
- Staatliche Einrichtungen selbst
(Government to Government, G2G)

Auch in diesem Blog werden künftig die beschriebenen Dienste nach diesem Kategorien getagt: G2C, G2B, G2G. Dabei wird das “to” bzw. “2″ aber nicht als Einbahnstraße verstanden. Es werden auch Angebote beleuchtet, bei denen Bürger oder Unternehmen etwas an den Staat senden.

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Einladung zum Staatsbesuch: Tag der offenen Tür der Bundesregierung

Am 22. und 23. August 2009 können interessierte Bürgerinnen und Bürger das Bundeskanzleramt, das Bundespresseamt und einige Bundesministerien besuchen.

Das Bundesfinanzministerium ist auch 2009 wieder dabei und stellt seinen Tag der offenen Tür unter das Motto “Für alle da - Unsere Antworten auf Ihre Fragen“. Damit gibt das seit März existierende Online-Format www.fuer-alle-da.de das Thema für den “TaTü” vor.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sonst online Fragen beantworten, sind an beiden Tagen persönlich vor Ort. Zentrales Thema ist das von der Bundesregierung beschlossene größte Konjunkturpaket in der Geschichte Deutschlands. Am TaTü kann - und soll - jeder fragen: “Und was ist für mich drin?”. Online geht das natürlich auch - vor und nach dem TaTü